Dies papierkaschierten Furniere habe ich mir im Januar einmal bei Modulor im Laden in Berlin angesehen. Die sehen wirklich sehr gut aus.
Früher gab es auch einmal ein Produkt namens Micro-Holz, Furnier, das auf eine Selbstklebefolie aufkaschiert war. Ähnlich, wie die selbstklebenden Dekorationsfolien (z.B. 'd-c-fix'), nur eben mit richtigem Holz. Mein Vater hatte Ende der 1960er Jahre damit eine Tischplatte furniert und die sieht immer noch tip-top aus. Ich selbst habe damit Ende der 1970er das Deck eines Modells 'beplankt' und da sich bisher nichts gelöst. Ich hatte das in einem Stück aufgeklebt und die Plankennähte mit einem feinen Bleistift markiert. Anschließend wurde das Deck mit Porenfüller gestrichen und dann leicht übergeschliffen.
Zitat von Berlin1994 im Beitrag #28Das Heck ist aber verkehrt. Dein "Spoiler" muss tiefergelegt werden. Dieser trägt das Deck. Die Stützen, auf den du ihn aufgeklebt hast, stützen den Spiegel und die Bordwände und sind nicht Träger des Decks. Die Einschnitte sind dazu da, dass das Deck unten aufliegt und nicht die Bekrönung der Stützen .
Edit: Nimm meinen Kommentar bitte als Anregung, nochmal in den Plan zu schauen, wie das mit dem Heck gelöst ist. Falls auf deinen "Spoiler noch Träger für den Spiegel geklebt werden, ist es sicher richtig. Es sieht nur recht hoch aus. Vielleicht liegt es aber auch nur an der Perspektive.
Ich hab Deine Anregung nicht vergessen - ich brauchte nur ein bischen Zeit, die Bilder zusammen zu suchen: Du dachtest sicher an ein Heck, das eher so aussah:
Das Bild habe ich mir bei Glenn vom Modelshipworld "geklaut". So sah das sicher auf einigen Cuttern aus - bei Glenn ist es die "Cheerful"
Hier noch ein Bild, wie das an der Cheerful final ausgesehen hätte - mit einer "Bank" inclusive Plumpsklo
Man sieht ganz klar die von Dir erwähnten Knie, die den Spiegel bzw. die Beplankung des Hecks (sicher weiss jemand die korrekte Bezeichnung der Hölzer) halten.
Shipyard und auch der AOTS-Band des HM Cutter Alert sehen das so vor, wie ein Joseph Marschall 1775 (??) es als Modell gemalt wohl für George III und seine Sammlung von Schiffsmodellgemälden hatte:
Auch die Hawke und die Rattlesnake, die im AOTS-Band immer wieder als Referenz für die Alert herhalten, zeigen wohl dieses Rudderpost-Podest.
D.h. diese Knie am Heck sind unter der Plattform verschwunden - oder anders herum: die Sitzbank ist zu einer großen Plattform verbunden.
In den Linienrissen, die ich gesehen habe, sah ich die Platform nicht (zumindest habe ich sie nicht finden können) - aber das muss nichts heissen. Letztlich war dieses Detail nicht wirklich wichtig für die Linien des Schiffes. "Getragen" oder zur Stabiltät beigetragen werden die paar Plänkchen nicht wirklich haben.
Hier hat im Modelshipworld jemand eine Sammlung von Photos von Kuttermodellen des NMM eingestellt, die man ihn dort freundlicherweise hat aufnehmen lassen. Schöne Bilder zeitgenössischer Modelle. Interessant fand ich die Aussage, dass nur eines der Modelle den Topmast HINTER dem Hauptmast führt, nämlich die Hawke - während alle Alert-Modelle diese Konstellation übernommen haben. Weil Peter Goodwin sie von eben dieser Hawke übernommen hat?
Das Gemälde der Alert von Marshall ist aus den 1750er Jahren also rund 20 Jahre älter als die Alert aus dem AotS Band. Die Hawke ist interessant, da es sich um ein zeitgenössisches Modell handelt.
Als Referenz lässt sich nur die Rattlesnake heranziehen. Der Entwurfsplan (ZAZ7910) gilt sowohl für Rattlesnake als auch Alert. Von der Rattlesnake existiert zusätzlich der Asbuilt Plan (ZAZ6437). Beide zeigen das Podest nicht. Der im Rijksarchiv Kopenhagen existierende Plan bestätigt die beiden Pläne des NMM. Eine Lösung ähnlich zur Cheerful halte ich am wahrscheinlichsten.
Gruß Christian
in der Werft: Cutter Alert, 1777, HM Sloop Fly, 1776 - 1:36 auf dem Zeichenbrett: Cutter Alert, 1777, HM Sloop Fly, 1776, HM Fireship Comet, 1783, HM Boomb Vessel Aetna, 1777
Pause: HMS Triton, 1771 - 1:48
"Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen." "Habe keine Angst vor der Perfektion - Du wirst sie nie erreichen" Salvador Dali
Das ist interessant. Im AOTS steht für das Datum des Alert-Gemäldes 1775 (was immerhin auch schon 2 Jahre vor der fertigen Alert wäre - und mir schon nicht ganz einleuchten würde bei so einem kleinem Schiffchen). .. aber 1750? .. das wäre ja ein ganz anderer Cutter dann, oder?
Ich sehe was da steht - finde es aber etwas befremdlich. Er hat die Modelle für King George III malen dürfen, weil er 18-20 Jahre VORHER die/eine Alert als Modell gemalt hatte? Ist das nicht etwas seltsam? Aber zugegeben: die [Korrektur] Gemälde!!! (nicht "Modelle", wie ich ursprünglich schrieb) [Korrektur Ende] nach 1773 - die für King George - sind doch qualitativ etwas höherwertiger, als das der kleinen Alert. .. Aber: ist die Alert nicht Bestandteil dieser königlichen Sammlung? Dann wären 18 Jahre "Pause" aber wirklich seltsam. Fragen über Fragen ...
Bezüglich des Modells und dieser Plattform / Bank: ich gebe zu bedenken, dass die Modelle des NMM "Platformen"/größere Banken durchaus auch zeigen. Ich kenne die Pläne leider nicht - aber wäre denkbar, dass so eine "Bank" einfach gar nicht erst gezeichnet wurde, weil sowieso leicht austauschbar und den Bedürfnissen des jeweiligen Schiffsführers überlassen?
Aber noch wichtiger hier für mich - ich wollte ja gar nicht so in die Tiefe steigen mit diesem Modell - das erstmal "nur" ein handwerklicher Wiedereinstieg ist. .. Dennoch - ihr merkt es - das Nachlesen macht mir Spaß. Nur weiter her mit Einwänden und Untersuchungen!
Zum Bau: ich habe heute endlich meinen alten Scanner wieder in Betrieb nehmen können - und kaum macht man´s richtig, geht´s auch schon: ich kann jetzt 1:1 Scans von Vorlagen machen. Hurra! Damit kann ich mich nicht mehr mit "Angst, den Shipyard-Bogen zu versauen" rausreden (zumal Ersatz nicht teuer wäre!). Jetzt kann wild geschnipselt werden!
Noch ein bischen gesucht - und dann auch gefunden:
Zitat Painting. [Model of Cutter] Alert. [Bow view]. / I.M. 1755. - 1755. - Oil on panel, 38.5x60x1.5cm in gilt frame, 46x68x4cm. - Perspective view, possibly drawn to illustrate an experimental design rather than an actual plan. a model is known to have been built from design of Sir J Acworth d.1749. - Not part of the series of ship model paintings commissioned by King George III. - Ship is cutter, 6th Rate; eight were in service 1753-1754
Auf gut deutsch: das Gemälde, das im AOTS-Band (wohl irrtümlich?) als die Alert von 1777 (und gem. AOTS angeblich gemahlt um 1775) darstellt, ist gar nicht die 1777er Alert - sondern möglicherweise ein "experimentelles Design", von dem ein Modell von Sir J. Acworth 1749 gebaut wurde. Das Gemälde ist und war offenbar nie teil der "King George III paintings". Damit wäre diese Darstellung, der auch Shipyard folgte (man vergleiche auch die wunderschöne - aber wohl unrealistische - Bemalung des Rumpfes), ein Trugschluss.
Den letzten Satz interpretiere ich mal so: "das Schiff ist ein Kutter, 6ter Rang, von dem 8 zwischen 1753 und 1754 im Dienst waren."
Das ist natürlich schade - aber nicht weiter tragisch für mich und mein Shipyard-Modellchen..
Ich finde immer wieder spannend, wie sich die "Geschichte" von Dingen ändert, wenn mal angefangen wird etwas zu bohren .. Das macht trotzdem Spaß! Danke für den Hinweis, Christian.
ja, in der Diskussion, die wir ja auch schon an anderer Stelle (bzw. Stellen) geführt hatten, wurde bisweilen auf die eher wackelige Referenz Goodwins verwiesen. Ich finde das Buch trotzdem nicht schlecht.
Fertig: um 1800 Armed Longboat 1:24 - Model Shipways Berlin, La Couronne, Schnittmodell Victory Irgendwann, wenns die modellbauerischen Fähigkeiten erlauben: La Jacinthe, Furttenbachs "Fulmen in Hostes"
"Willst du immer schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah!" .. da google ich hier und dort, und dann ist die ganze Information schon hier!
Ein generelles Problem: "das hatte ich doch schon mal gelesen .. wo war das denn gleich" .. und sogar die Suchmaschinen helfen einem nicht mehr, wenn man nicht GENAU die Wortkombination wieder nutzt, die man bei der ersten Recherche verwendet hatte. Und wer hat schon einen Überblick über all die phantastischen Beiträge, die allein hier in diesem schönen Forum gesammelt sind?
"The answer is out there! All you need to do is: let it in!" sagt wer noch gleich ?
Fertig: um 1800 Armed Longboat 1:24 - Model Shipways Berlin, La Couronne, Schnittmodell Victory Irgendwann, wenns die modellbauerischen Fähigkeiten erlauben: La Jacinthe, Furttenbachs "Fulmen in Hostes"
ich bin etwas verunsichert. Ich versuche gerade das erste Teil der "Unterbeplankung" aufzubringen - ausgerechnet ein Bugteil .. aber mir will das nicht recht gelingen. Das Teil wirkt mir .. "zu groß"? ..
Könnten die Karton-Bauer mal drüber schauen und mir ein Feedback geben?
Müsste die "Mittellinie" nicht dem "Zwischendeck" bzw. "Horizontal-Spant" folgen? Aber in dieser Ansicht sieht man, das die Linie (in der Sicht!) zu hoch ist. .. Und ausserdem scheint das "Plankenteil" zu breit. Müsste es nicht genau auf dem "Spant" aufhören? Es ist aber gut 1 mm zu breit?
Normal? ..
Wie feucht macht ihr Eure Finger zum "formen" ? Ich habe wohl ein bischen zu viel drauf gemacht.. und ne "Delle" fabriziert?
Lasst mich mal Eure Expertenwissen hören bitte ...
Die kleinen Kanten sind Klebekanten, mit denen das Teil der Unterbeplnkung auf dem Mittelbrett geklebt wird. Diese gehen genau bis zur Mitte des Mittelteils, da das gleiche Bauteil von der anderen Seite auch angeklebt werden muss. Du solltest die Kannten der Spanten zusätzlich leicht straken.
Gruß Christian
in der Werft: Cutter Alert, 1777, HM Sloop Fly, 1776 - 1:36 auf dem Zeichenbrett: Cutter Alert, 1777, HM Sloop Fly, 1776, HM Fireship Comet, 1783, HM Boomb Vessel Aetna, 1777
Pause: HMS Triton, 1771 - 1:48
"Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen." "Habe keine Angst vor der Perfektion - Du wirst sie nie erreichen" Salvador Dali
@AnobiumPunctatum vielen Dank, Christian, das war ein sehr guter Tipp! Du hast mich vor einem dummen Fehler bewahrt!
Ich hatte die Laschen so verstanden, dass sie seitlich gegen dieses "Kielbrett" zu kleben wären.. Und bei genauerer Betrachtung ist mir mehr aufgefallen: da sind noch Fehler versteckt!
Trotz sorgfältigem "vorbiegen" und dann gem. Deines Tipps aufkleben (vermute mal, dass die Pfeile die Reihenfolge des Anklebens vermitteln sollen?)..
Die Coronamasken eigenen sich auch als "halbweicher" Untergrund für das "Beulen" der Rumpfteile - man streiche mit sachtem Druck über die Innenseite der zukünftigen Beule auf etwas nachgiebigem Untergrund - und das 2D-Papier kommt in die 3te Dimension.
Das alles mache ich aber mit Kopien des Original-Kartons... und da habe ich auch schon einen Fehler bemerkt: ich muss die Breite auf 101% stellen, wenn ich meine Scans ausdrucke - weiss der Teufel warum! Und schon passen die Teile auch optisch besser. Irre, wie genau das Auge eigentlich ist!
haben die beiden "Seiten-Planken" eine seltsame "Beule" und die grosse Lücke zwischen den Planken und dem "Zwischendeck".. etwas stimmt nicht im Staate Dänemark!
Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass die vorderen beiden Spanten nicht ganz korrekt sitzen. Sie sind fast 1 mm zu hoch! .. dadurch wird der Bug noch oben gezogen und die seitlichen Kontur der "horizontalen Spanten" passt nicht mit den vertikalen überein.. Das hat auch zu dem Streifen "Kiel" geführt, den ich irrtümlich für die seitliche Klebefläche der Laschen gehalten hatte. Natürlich falsch!
Sehr ihr den Versatz zwischen den End-Markierungen und den jeweiligen Spantenenden?
Also Dafinismus-Methoden anwenden - wer sagt, man könne Papiermodelle nicht wieder zurückbauen?
Mit der Hakennadel und Pinzette die Kleberaupen in den Winkeln der ersten beiden Spanten beackert .. und unter Verlust der jeweils obersten Papierschicht derselben die Bewegungsfreiheit in Steckrichtung wieder herstellend .. Einer der Spanten ist dabei seitlich eingeknickt - aber lies sich wieder richten und wird nach dem Beplanken nicht sichtbar sein. Strukturell wird der Rumpf ja nicht weiter belastet werden.
Es sieht nach wenig aus - aber jetzt stimmt die Flucht an Deck und auch unten am Kiel - und die Spanten sitzen alle wie sie ursprünglich sitzen sollten. Vielleicht war das nicht nötig - aber ich habe irgendwo gelesen, dass beim Beplanken von Schiffsrümpfen gilt: jeder Fehler, den man am Anfang ausmerzt, wird sich später durch weniger Arbeit bemerkbar machen.
Mal schauen, ob ich das beim nächsten Versuch die Unterbeplankung zu fertigen bemerken kann ...
Dann wird mir bewußt, ich habe die Reihenfolge nicht korrekt eingehalten - und muss das "Unterdeck" noch einkleben, bevor ich mit der Unterbeplankung weiter machen! ..
Hier nochmal der Plan - zur Erinnerung: ihr erkennt ganz klar, dass ich die Reihenfolge missachtet hatte! .. na ja.. eigentlich ist es nur indirekt zu erkennen, oder? Ich hatte es an dem Photo bemerkt, an dem die Bug-Unterbeplankung zu sehen ist - und das Deck schon drin zu sehen ist! .. jaha.. man muss schon mitdenken!
Danach kommt noch das eigentliche Deck drauf - Deckel zu und Rumpf erstmal fertisch .. Der Naval Surveyer ist erstmal mit der Leistung der Werft zufrieden - die Rundungen gefallen... Die Form:
Die Vorgehensweise beim "Fertigen" der Planken könnt ihr auch HIER nachvollziehen.
Das Bambus musste ich leider zwangsläufig nehmen, weil mir das helle Ahorn leider schon ausgegangen ist - und Modulor leider gerade Ahorn nicht liefern kann .. Die Farbe finde ich auch gar nicht schlecht - aber die Sprödigkeit des Materials läßt leider die Kanten unsauber brechen - so dass die Planken nicht ganz so schön sind, wie sie es wohl mit Ahorn wären.
Dennoch: die Breite der Planken habe ich mittels Schleifen versucht auf das Wunschmaß zu bekommen - aber auch da zeigt sich das Bambus als recht unangenehm.
Als nächstes habe ich überlegt, ob ich mich bei den Decksbalken am AOTS, am Shipyard oder gar an einer der Orginial-Kutter-Zeichnung orientieren sollte? ..
Sir William und die Werftleitung mit Henry Ladd und seiner Tochter war sich einig: zunächst mal wird sich an Shipyard gehalten. Es ist schließlich ein Lern- und Übungsobjekt - das wollte ich nicht mit zu viel Veränderung verkomplizieren.
Also: Balken nach Gusto über dem Deck "verteilt", so dass sie gut zu den Öffnungen und Deckskomponenten des Shipyard-Plans passen würden.
Das einzige Foto, dass ich da im Bau-Rausch gemacht zu haben scheine, ist das, auf dem die Klebefolie schon über der überzeichneten Kopie des Shipyard-Decks aufgeklebt ist. Man erahnt unter dem Blau noch die Balken-Zeichnungen...
Der nächste Schritt ist das Abziehen der oberen Schutzfolie von der Klebefolie - und danach das einpassen von individuell auf die Balken abgelängte und mit B3 Bleistift seitlich geschwärzten Planken auf die Klebefolie - unter der man super das Muster der Planken nachvollziehen kann. .. Leider kein Bild von diesem Prozessschritt! Mist.
Warum jetzt doch den Bleistift? Ich hatte ja die Befürchtung, dass Graphit zu silbrig daher käme. Aber einerseits ist das nicht der Fall, zweitens macht das "schmieren" des Graphits tatsächlich das ganze Deck etwas "grauer" und drittens: Graphit-/"Blei"-Stift läßt sich radieren. So kann man die Oberseite relativ gut "reinigen" und schmiert nicht elend lange Farbe eines Buntstiftes übers Deck.
Danach folgt der nächste Fehler, aus dem ich Lernen werden: .. Zum "Beschneiden" des Decks für die Öffnungen und die Außenkontur habe ich - außerhalb des Hölzernen Decks - einen zweiten Ausdruck über das Deck geklebt. Ich hatte darauf geachtet, dass ich die Mittelline des Decks sauber treffe (die Kopie wurde in der Mitte längs gefaltet -und dann - gut Augenmaß nehmend - über der Mitte sauber aufgeklebt. Klebefolie wie gesagt: außerhalb der Holzplanken auf der unteren Kopie) .. DAS hat gut geklappt - ich habe die Mitte vielleicht um 1/2 mm verpasst.
Danach also Ausschneiden der Luken und Öffnungen für Mast und diverses anders..
Zweiter Fehler: beim "Ziehen" des Messers entlang der Kontur ist darauf zu achten, GEGEN die Plankenstoße zu drücken - und sie nicht etwa "auseinander zu ziehen" wie ich das machte. Denn die schmalen keilförmigen Randplanken neigen dann dazu, dem Messer unbeobachtet (weil unter dem Papier) zu "folgen" und den Plankenstoß aufklaffen zu lassen.
Auf der Backbordseite des Achterdecks seht ihr - etwa da bei der "12" der Schneideunterlage - ein "Füllstück", das aufgrund von so einem "auseinanderziehens" entstanden war.
Ich find´s nicht ganz so dramatisch. Da ist halt "repariert" worden. Aber es wäre nicht nötig gewesen, hätte ich mit dem Messer "gegen" die Plankestoße gearbeitet - anstelle sie auseinander zu ziehen. .. Könnt Ihr mir folgen?
Interessanterweise kann man das Papier mit Buntstiften fast deckend bemalen - und erkennt hinterher trotzdem noch die Trennmarkierungen, die ich für das Ausschneiden ja brauche:
So hat man einen Wassergang, der dem Shipyard-Plankenbild entspricht.
Damit die Schnittkante des Papiers einerseits nicht weiss aufleuchtet - und andererseits eine Kalfaterung "erahnt" werden kann, musste die Kante geschwärzt werden .. gar nicht einfach: Ich musste etwas versuchen - am Ende hat sich bewährt, den Filz knapp vor der Kante auf einer Unterlage entlang der Kante zu führen - und die Kante selbst etwa wie eine Schablone zu nutzen.. um dann die "Schablonenkante" zu schwärzen. Geht.
Fazit: 1. die dunkleren Oregont-Pine-Streifen sehen nett aus (erkennt ihr die 4 "Verständungsplanken" / erere"Thick Strakes" - für die ich an Kuttern aber keine historische Begründung gefunden hätte. Das war reines "Aufhübschen" :-) ..
2. GROSSER FEHLER: zwar ist mir gelungen, die "Decksausschneid-Schablone" mittig entlang der Längsachse zu setzen (man erkennt an den Luken, dass ich ein wenig nach Steuerbord verrutscht sind) - ABER: was ich nicht bemerkt und bedacht hatte: die Ausrichtung in Querachse wurde grob nach Augenmaß gemacht. Von der Decksplanking-Unterlage konnte ich ja nichts mehr sehen - die Holzplanken lagen ja darüber. Also habe ich nach Augenmaß die oberen Ausschneidunterlage in Längsrichtung so draufgepappt, dass es gut zu funktionieren schien. Was ich vergessen hatte: damit habe ich das Plankenstoß/Decksbalkenmuster dem Zufall überlassen - und lag gut 5 mm daneben !!! Nun gehen also Decksbalken quer durch Decksöffnungen .. urg ..
3. ich habe von der Mitte nach links und rechts symmetrisch beplankt. Das war praktisch, weil ich gleichzeitig immer 2 Planken auf die richtige Länge bringen konnte. Allerdings: ich hatte mühe, das 3-Shift-Butt-System zu verstehen und einzuhalten -und glaube, das ist mir erst bei den äußeren Planken gelungen. In der Mitte geht das eh nicht, wegen der vielen Öffnungen. .. Meine Begriffstutzigkeit mag mit Corona-Demenz zusammen hängen, von der ich hoffe, sie bald zu überwinden :-)
4. Der Wassergang wirkt ganz nett. Die Farbe aber ist nicht so doll - und noch wichtiger: die Fischung beruht auf dem Shipyard-Decksmuster.. .. meine Holzbalken stimmen aber nicht 100% damit überein. Beim nächsten Deck wird die Fischung einfach auf eine Kopie/Scan des real gebauten Holzdecks erstellt werden - dann kann ich mich direkt an den vorhanden Planken orientieren. Die Methode spart das präzise (und in dem Maßstab nicht einfache) echte Darstellen einer Fischung. Also das geht auch noch besser..
Ich werde diese Fehler vermutlich nicht weiter verbessern. Es ist - wie gesagt - ein Erstling und stellt eben im Moment meinen Fähigkeitsstand dar. Das das optisch nicht so brilliant ist, stört mich nicht so sehr. Das nächste wird aber besser werden :-)